Der Junge, der das Holz verstand

Hoch oben auf dem Hochplateau der Frankenhöhe, wo die Quellnymphen in klaren Wassern tanzen und die Dryaden mit leisem Lied das Gleichgewicht des Waldes hüten, wurde Elvarin Thalor vom Erlenquell geboren. Hier, wo einst Baumbart seinen Stammsitz hatte, um die uralten Haine zu schützen, nahm das Holz selbst Notiz von seiner Ankunft.

Schon in jungen Jahren zeigte sich seine Verbindung zur lebendigen Materie. Während andere Kinder mit Stöcken kämpften, hörte Elvarin das Echo im Holz – Geschichten, die von der Welt vor der Zeit sprachen.

Als die Zeit der Lehre gekommen ward, klopfte es drei Mal an der hölzernen Tür. Als das dritte Klopfen an der hölzernen Tür erklang – tief, rhythmisch, schicksalschwanger – durchzog ein magischer Ruck den Raum. Die Luft flirrte, als hätte das Holz selbst den Ruf erkannt. Elvarin hielt inne. Er wusste: Dies war kein gewöhnlicher Besucher.

Mit zitternden Händen öffnete er die Tür. Ein mächtiger Schatten fiel auf ihn. Elvarin’s Augen glänzten und sein Blick glitt ehrfurchtsvoll hinauf bis zum oberen Türrahmen. Ein breitschultriger, großer Mann stand dort vor ihm, das Gesicht von einem langen, dichten Bart halb verdeckt. Der zunächst strenge Blick verwandelte sich beim Anblick des jungen Elvarin in ein liebevolles, fürsorgliches Lächeln, das unter den Barthaaren nur andeutungsweise zu erkennen war.

„Elvarin Thalor! Ich bin Maelgrin Eisenherz, Archomagus und Gildenmeister der Gilde „Thors Hammer“. Ich möchte Dich einladen, bei mir in die Lehre zu gehen!“

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