🌑 Die Legende vom Schicksalskrug Emblas

In den Tagen der Schöpfung wandelten die Götter am Strand von Midgard. Dort fanden sie zwei Baumstämme: aus der Esche schufen sie Ask, den ersten Mann, und aus der Ulme Embla, die erste Frau. Seitdem trägt das Holz der Ulme den Hauch der Urmutter in sich – den Atem des Lebens, den Anfang allen Menschseins.

Doch das Leben allein ist nicht ohne sein Gegenstück: das Schicksal. Und dieses verkörpern die Wölfe, die in den Hallen der Mythen heulen. Zwei von ihnen, Geri und Freki, stehen Odin zur Seite und nähren ihn mit Stärke. Andere, wie Sköll und Hati, jagen unermüdlich Sonne und Mond, bis sie sie zur Ragnarök verschlingen. Kein Mensch, kein Gott entgeht dem Lauf des Schicksals, das sie in ihren Fängen tragen.

So beschlossen die Weisen der Gilde Thors Hammer, die Kräfte von Embla und den Wölfen in einem Artefakt zu vereinen. Aus dem Holz einer alten Ulme, die tief in Mittelfranken wurzelte, schnitzten sie einen mächtigen Krug. An seinen Seiten aber setzten sie zwei Wolfsköpfe aus Messing, deren Augen das Schicksal selbst zu durchdringen scheinen.

Archomagus Elvarin Thalor vom Erlenquell sprach über diesen Krug alte Worte, geweiht im Zeichen des Hammers:

„Im Holz ruht Embla, Ursprung des Lebens.
In den Wölfen heult das Schicksal.
Vereint in einem Gefäß – Trank und Kraft für die Mutigen.“

Man erzählt, dass der Schicksalskrug Emblas jedem, der daraus trinkt, drei Gaben gewährt:

Klarheit des Geistes, um den Fäden der Nornen zu folgen,

Stärke des Herzens, um die wilden Wölfe des Schicksals nicht zu fürchten,

und Reinheit des Leibes, da kein Gift und kein Fluch in diesem Gefäß Bestand hat.

Doch die Alten warnen: Nicht jeder, der den Schicksalskrug erhebt, bleibt derselbe. Denn wer daraus trinkt, trägt von da an ein Stück von Emblas Atem und Odins Wölfen in sich – und mag den Pfad gehen, den die Nornen ihm längst gesponnen haben.

So steht er heute auf den Märkten Midgards:
Der Schicksalskrug Emblas, gehütet von der Gilde Thors Hammer und ihrem Archomagus Elvarin Thalor, als Bindeglied zwischen Leben und Schicksal, zwischen Urmutter und Wolfsheulen, zwischen Anfang und Ende.

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