Es heißt, in einer Zeit, da die Welt sich zwischen Licht und Dunkelheit spannte, wurde ein Leuchter aus dem Holz der immergrünen Fichte geschaffen – dem Baum des Schutzes, der Lebenskraft und der Heimkehr. Er entstand nicht in Prunk, sondern in Stille. Nicht in Reichtum, sondern in Hingabe.
Fünf Flammen trägt er – jede geboren aus einem Wunsch, einer Tugend, einem Bund:
- Die erste Flamme brennt für das Heim, das schützt und wärmt.
- Die zweite für die Liebe, die verbindet und heilt.
- Die dritte für den Frieden, der aus Stille wächst.
- Die vierte für die Wahrheit, die sich zeigt im Blick derer, die einander erkennen.
- Die fünfte für den Schutz, den man nicht nimmt, sondern gibt.
Man sagt, der Leuchter wurde einst von drei Wesen entzündet: Ein Hüter der Flamme, eine Weberin der Wege, und ein Orakel, das zwischen den Welten wandelt. Gemeinsam hielten sie ein Trinkritual ab, sprachen Worte der Verbundenheit, und ließen die Flammen leuchten – nicht für sich, sondern für alle, die den alten Weg ehren.
Seitdem gilt: Wer die fünf Flammen entzündet mit reinem Herzen, wer spricht für Heim, Liebe, Frieden, Wahrheit und Schutz – der ruft Friggs Segen herbei. Und wo der Leuchter steht, da weicht das Dunkel, da kehrt das Licht zurück.